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Herzlichen Glückwunsch zu diesem Urteil, lieber Herr Göpfert. Wir alle wissen ja, wie sehr die betreffenden Firmen/Banken hier abgezockt haben. Da können tatsächlich einige Fälle nochmal neu aufgerollt werden.
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Liebe Forenleser,

wir hatten im Juli bereits darüber berichtet, dass das LG Wiesbaden der Argumentation unserer Kanzlei zu folgen gedenkt, wonach der in vielen Einzelfällen
gegegenüber der Adaxio AMC GmbH erklärte Widerruf völlig unabhängig von der Frage der Wirksamkeit der von dieser Gesellschaft verwandten Widerrufsbelehrung
durchgreiflich ist. Nunmehr können wir im Anschluss an diese Mitteilung aus Juli 2017 melden, dass ein erstes Urteil zu dieser Frage ergangen ist und das
Landgericht Wiesbaden hier die Ansicht unserer Kanzlei bestätigte. In diesem Fall, bei dem es sich erneut dem Grunde nach um einen "Schrottimmobilienfall"
handelt, stellte das Landegericht dei Wirksamkeit des erklärten Widerrufs ausdrücklich unabhängig von der Ordnungsgemäßheit der Widerrufsbelehrung
fest und verurteilte die Adaxio zur Rückabwicklung. Dieses Urteil kann mit Recht als bahnbrechend bezeichnet werden, nachdem gerade viele Erwerber
von steuerbegünstigten Eigentumswohnungen über die frühere GMAC Bank finanziert hatten. Diese Erwerber können nun wieder neue Hoffnung schöpfen,
denn das Urteil betrifft eine große Vielzahl von Finanzierungsverträgen. In diesem Zusammenhang ist auch vollkommen unerheblich, ob die Finanzierungen aktuell
noch bei der Adaxio (früher GMAC und Paratus AMC) geführt werden oder nicht.

In der Folge daher unsere heutige Pressemitteilung zu diesem aktuellen Urteil:

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Wirksamer Widerruf trotz wirksamer Widerrufsbelehrung
LG Wiesbaden, Urteil vom 21.11.2017: Darlehen  mit  der  Adaxio AMC GmbH (ehemaligen GMAC -RFC Bank GmbH) wirksam widerrufen
Nürnberg, 30. November 2017

Das LG Wiesbaden stellte mit einer durch unsere Kanzlei erstrittenen Entscheidung vom 21.11.2017 fest, dass ein Kreditvertrag mit der Adaxio AMC GmbH,
der ehemaligen GMAC-RFC Bank GmbH, wirksam widerrufen worden ist. Nach unserem Kenntnisstand handelt es sich bundesweit um die erste Entscheidung
gegen die ehemalige GMAC-RFC Bank GmbH, in welcher die Widerruflichkeit völlig unabhängig von der Frage einer ordnungsgemäßen Widerrufsbelehrung
ausgeurteilt worden ist.

Wir hatten bereits berichtet, dass verschiedene Kammern des LG Wiesbaden unserer Rechtsauffassung zur Widerruflichkeit von Darlehen mit der Adaxio AMC GmbH
allein wegen der Verletzung vorvertraglicher Informationspflichten gefolgt sind. Jetzt liegt ein erstes Urteil zugunsten einer durch uns vertretenen Darlehensnehmerin vor.

Das LG Wiesbaden stellte in seiner aktuellen Entscheidung vom 21.11.2017 fest, dass der mit der ehemaligen GMAC-RFC Bank GmbH im Jahr 2006 geschlossene
Kreditvertrag noch wirksam widerrufen werden konnte. Vor allem führte die Entscheidung aufgrund der gestellten Anträge auch zu einer ganz erheblichen Reduktion
der Darlehensrestschuld. Der vom LG Wiesbaden ausgeurteilte Vorteil für unsere Mandantin betrug rund 42.000,00 €.

Vor dem Hintergrund vielfältiger Fehler in Widerrufsbelehrungen zahlreicher Banken beschränken sich gerichtliche Auseinandersetzungen in aller Regel
auf die Belehrung allein. Dies ist nach unserer Auffassung allerdings viel zu kurz gegriffen.

Völlig unabhängig von der Frage einer ordnungsgemäßen Widerrufsbelehrung wurden gegenüber Darlehensnehmern gesetzlich vorgeschriebene vorvertragliche
Informationen nicht erteilt. Allein deshalb können Verträge auch heute noch widerrufen werden. Dementsprechend musste sich das LG Wiesbaden mit der
Widerrufsbelehrung der ehemaligen GMAC-RFC Bank GmbH, die von verschiedenen Gerichten für wirksam erachtet wurde, gar nicht beschäftigen.
Das Gericht stützte die Wirksamkeit des Widerrufs vielmehr maßgeblich auf den durch uns gerügten Umstand, dass die Bank ihre vorvertraglichen
Mitteilungspflichten nicht ordnungsgemäß erfüllt hat.

Über die durch das LG Wiesbaden beurteilte Rechtsfrage hinaus führt die zutreffende Argumentation des Gerichts unseres Erachtens zwingend auch zur
Nichtanwendung der Erlöschensvorschrift zum 21.06.2016. Damit wäre eine große Zahl von Altverträgen weiterhin widerruflich. Gerade die Verträge der
ehemaligen GMAC-RFC Bank GmbH weisen oft weitere Besonderheiten auf, die in vielen Fällen eine fortgesetzte Widerruflichkeit begründen können,
wobei dies unabhängig davon gilt, ob der Vertrag schon abgelöst worden ist oder noch valutiert. Oftmals konnten wir in der Praxis auch deutlich
überzogene Kreditzinsen feststellen, sodass der Anwendungsbereich der Ausschlussvorschrift auch deshalb nicht eröffnet ist.

Es zeigt sich also, dass das Widerrufsrecht unter Beteiligung der früheren GMAC-RFC Bank GmbH oftmals auch heute noch ausgeübt werden kann.
Auch Darlehensnehmer, die den Widerruf nicht vor dem 21.06.2016 erklärt haben, sollten ihre Finanzierungen daher weiterhin durch einen auf
dem Gebiet des Bankrechts fachkundigen Rechtsanwalt prüfen lassen.

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In diesem Sinne wünschen wir allen Betroffenen frohe Weihnachten und weiterhin viel Ausdauer und Geduld.

Ihr

Mirko Göpfert
Rechtsanwalt
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Allgemeine Diskussionen / Re: mal wieder was zum Terminator
« Letzter Beitrag von LoLo am 08. November 2017, 16:53:09 »
Terminator ist zum Termin nicht erschienen, nun hat das Landgericht die Sache wieder an das AG Gelsenkirchen gegeben. Von denen bekommen wir Geschädigten absolut keine Antworten auf unsere Anfragen. Die Richterin vom Landgericht meinte: Jetzt würde die Haftstrafe ( AG Gelsenkirchen) in Kraft treten.
Es ist eine Unverschämtheit , von der Justiz,  die Zeugen einfach zu ignorieren, zumal die Staatsanwaltschaft die Sache verfolgt hat ( öffenrliches Interesse).
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Allgemeine Diskussionen / Re: mal wieder was zum Terminator
« Letzter Beitrag von nobility am 20. September 2017, 11:51:39 »
Ja, und?   Was ist auf dem Termin passiert?
Gruß Nobility
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Allgemeine Diskussionen / Re: mal wieder was zum Terminator
« Letzter Beitrag von LoLo am 14. August 2017, 15:30:42 »
Vielleicht  melden sich einige, die auch eine Ladung für den Termin haben per PN. scheint nämlich ein längerer Prozess zu werden, da schon Einige zu sehr unterschiedlichen Uhrzeiten vorgeladen werden. Mal sehen, vielleicht haben die endlich kapiert die ganzen Anzeigen zu einem Prozess zu verwerten. Seine Terminator Vorgehnsweise war ja wohl immer die gleiche.
Würde mich über eine PN freuen.
LG LoLo
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Allgemeine Diskussionen / mal wieder was zum Terminator
« Letzter Beitrag von LoLo am 11. August 2017, 14:17:18 »
Nächster Termin: 17.8.2017 Landgericht Essen, Zweigertstr. mal sehen ob es nun endlich zu einem befriedigenden Ergebnis kommt.
Alle weiteren Infos dann im Forum.
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Ihre Geschichte / Re: Wohnung in Berlin
« Letzter Beitrag von Spandau am 09. August 2017, 09:31:11 »
Hallo,

auch wir sind Geschädigte von H. Siebelt/Seiffert bzw. Dahlmann heißt er ja jetzt.

Wir haben über die Consortis im August 2014 unmittelbar vor der Insolvenz eine Wohnung der Fineline in Berlin Spandau gekauft.

Als Anwalt haben wir uns auch an den Berliner Fachanwalt gewand. Da man ja gegen die Consortis nichts mehr machen kann, haben wir Klage auf Rückabwicklung gegen die Fineline gestellt. Ein Gutachten hat nun ergeben, dass der Kaufpreis der Wohnung sittenwidrig überhöht war und wir haben wieder Hoffnung geschöpft.

Meiner Ansicht nach ist es auch wichtig, dass man die Herren bei der Staatsanwaltschaft anzeigt. Wir haben eine Anzeige gegen Herrn Seiffert (so hieß er ja damals) erstattet und die Staatsanwaltschaft ermittelt noch.
Darum meine Bitte : Erstattet Anzeige !

Ich wünsche Allen viel Glück und Gedult

Am Ende wird Alles Gut - und wenn es nicht Gut ist, ist es nicht das Ende !
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Ihre Geschichte / Re: Geschafft! Endlich frei!
« Letzter Beitrag von Markus am 08. August 2017, 10:52:04 »
Schön, dass ein weiteres Forenmitglied sagen kann, dass der Albtraum beendet ist - wenn auch zu einem hohen Preis.

Es ärgert aber noch immer, dass die Banken, die mit den Tätern nachweislich unter einer Decke gesteckt haben, keinerlei Einsicht zeigen und wider besseres Wissen an ihren Forderungen festhalten und diese sogar oft mit Gebühren und Strafzinsen noch künstlich in die Höhe treiben.

Heute ist es dank der Politik nicht mehr so einfach, massenhaft Leute zu betrügen, denn zahlreiche Gesetze erschweren das bislang für Schrottimmobilien übliche Vorgehen. Zum Beispiel hat man heute mehr Zeit zum Recherchieren, Preise vergleichen und überlegen.

Die Schrottimmo-Fälle dürfen aber nicht in Vergessenheit geraten, denn das war ein beispielloser Raubzug bei Menschen, die eigentlich nur für ihr Alter vorsorgen wollten und den Verkäufern, Vertrieben und Banken zu sehr vertraut haben.

Wenn zum Beispiel im Fernsehen eine Reportage läuft "Wie gefährlich ist die Deutsche Bank" und da dann die hohen Strafzahlungen aus Amerika genannt werden, dann vermisse ich den Hinweis, dass diese Strafzahlungen durch das kriminelle Verhalten der Bank verursacht wurden. Und das nicht nur in ein, zwei Fällen, sondern als Geschäftsprinzip. Banker als Verbrecher, Banken als kriminelle Organisationen. Das sollten wir nicht vergessen.

Dir auf jeden Fall einen herzlichen Glückwunsch! genieße es, ohne die last auf den Schultern zu leben!

Liebe Grüße, Markus
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Ihre Geschichte / Geschafft! Endlich frei!
« Letzter Beitrag von 2BlaueAugen am 02. August 2017, 09:17:26 »
Hallo an alle Geschädigten,

ich dachte, eine „Erfolgsgeschichte“ lockert die ganze Sache hier mal ein wenig auf und vielleicht fasst der Eine oder Andere wieder Mut weiterzumachen. Auch wenn Immobilienbetrug der Anfang vom Ende sein kann, muss es – bildlich gesprochen – nicht mit dem Kopf in der Schlinge enden. Das hätten eher „die Anderen“ verdient. Aber wer bekommt im Leben schon das, was er verdient?

Nun denn: Ich habe es geschafft!

Ich habe meine ETW in Ostdeutschland regulär verkauft. Das Kaufangebot kam zum richtigen Zeitpunkt, da meine 10jährige Zinsbindung vor dem Auslaufen stand. Der Käufer war bereit, 50 % meines damaligen Kaufpreises zu zahlen, so dass ich der Bank „nur noch“ meine gesamten Ersparnisse der letzten 20 Jahre incl. des Sparguthabens für meine Altersvorsorge in den Rachen schmeißen musste, um jetzt FREI zu sein!! Erst jetzt wird mir wirklich bewusst, wie sehr mich die gesamte Situation belastet hat. Es ist ja nicht nur die finanzielle Seite, ich musste mich auch um Dinge kümmern, von denen ich mehr oder weniger keine Ahnung hatte (Vermietertätigkeit, Ärger mit Mietnomaden, technische Probleme in der Wohnung etc.).

Nochmal ein paar Details zu meinen Erfahrungen:
Da ich anscheinend als kaufmännische Angestellte zu gut verdiene, war mit einem Entgegenkommen der Bank nicht zu rechnen. Dieser Weg war also keine Option für mich. Vor Gericht zu ziehen, erschien mir nicht aussichtsreich, so dass ich mir wenigstens dieses Geld gespart habe.
Den diversen Vereinen und sog. Schutzgemeinschaften, ohne sie hier namentlich aufzuführen, vertraue ich persönlich nicht. Ich habe z. T. weite Anreisewege auf mich genommen und an diversen Treffen teilgenommen, u. a. ein ausführliches Gespräch mit einem RA geführt etc. Eine Vertrauensbasis konnte ich nicht aufbauen, aber da muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen.

Ich werde weiterhin im Forum angemeldet bleiben und mitlesen, da ich besonders am weiteren Verlauf in Sachen „Terminator“ interessiert bin. Mein eigenes Gerichtsverfahren hat mich nicht viel weitergebracht. (Btw: Der Terminator wurde mir übrigens hier im Forum empfohlen und war sogar zu einem Geschädigtentreffen eingeladen worden, so dass ein gewisser Vertrauensvorschuss meinerseits vorhanden war. But shit happens!)

Es bringt niemanden weiter, mit der Vergangenheit zu hadern und nach Schuldigen für die eigene Situation zu suchen. Das kostet nur Energie. Und die brauche ich für meinen Neuanfang und um positiv in die Zukunft zu blicken.

Motto: Neuer Tag, neues Glück – schau nach vorn und nicht zurück!! Tschakka
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Allgemeine Diskussionen / Re: Forum einen Tag offline
« Letzter Beitrag von Markus am 20. Juli 2017, 20:15:39 »
Das kommt daher, dass ich kein SSL-Zertifikat für das Forum erworben habe. Ich bitte dafür um Verständnis.
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