Autor Thema: Insolvenz als Neustart  (Gelesen 12281 mal)

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Offline Marcel

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Insolvenz als Neustart
« am: 27. März 2013, 19:21:28 »
Immer wieder liest man in diesem Forum, dass die Geschädigten im Bereich Schrottimmobilien bis ans Lebensende zahlen müssten und teilweise ihren Nachkommen noch Schulden hinterlassen würden.

Die Opferrolle mit all ihrer Verzweiflung, ihrem Ärger und ihrem Verzicht auf Freiheit, Selbstbestimmtheit und mangelnder Achtung vor sich selbst lässt einen leicht die Augen vor Lösungen verschließen, die befreien können.

Ich habe selbst über Jahre erlebt, was es heißt, wenn der Gerichtsvollzieher kommt, wenn die Banken Absprachen nicht einhalten, nicht mal aufhören, wenn sie verklagt werden. Ich habe wegen meiner "großen Schrottimmobilie" (mit mehreren Wohnungen) alles verloren, meine kompletten Ersparnisse, mein Haus,  meine Familie, Freunde - einfach deshalb, weil ich zu zögerlich war und immernoch gehofft habe, mein Kampf würde etwas bewirken.

Ich habe in den Jahren gut 300.000 Euro bezahlt - und doch wuchsen die Schulden durch die Schrottimmobilie von 500.000 auf über 700.000 Euro.

Ja, ich habe gekämpft, wie viele hier. Ich habe anderen mit meinen Recherchen zum Sieg vor Gericht verholfen - teilweise ohne dafür ein "Danke" zu hören. Ich habe selbst geklagt und damit weiter Zeit und Geld verschwendet, denn final habe ich verloren. Ich habe auch im Web gekämpft. Kommentare verfasst, Webseiten aufgesetzt, bin zu Meetings gefahren, etc.

Mitte 2010 habe ich es dann verstanden. Ich konnte den Kampf nicht gewinnen. Ich hatte 7 Jahre gekämpft und nichts aber auch garnichts erreicht.  Also habe ich angefangen, mich mit dem Thema Privat-Insolvenz zu beschäftigen.

Ich habe wochenlang zur Privatinsolvenz recherchiert, bin zu Leuten gefahren und sogar geflogen, die im Internet ganz tolle Lösungen anboten. Ich habe teilweise für die Infos Geld bezahlt, ich wollte nun endlich die Lösung, wollte frei sein und keine Angst mehr haben müssen.

Als wäre es eine Serie, bin ich da auch wieder an weniger seriös arbeitende Firmen geraten. Eigentlich sollte man ja nach erlebten Betrug schlauer sein, aber die arbeiten halt auch ganz geschickt, denn wer sich an die wendet, ist meist verzweifelt. Und ich war verzweifelt und niedergeschlagen.

Ich hatte lernen müssen, dass meine Argumente gegen die finanzierende Bank vor Gericht nicht gereicht hatten. Der Richter war mit der Bank sehr gut und hatte denen sogar Verfehlungen im Prozess (zum Beispiel falsche Zeugen) ungesühnt gelassen. Und so wurde meine Klage abgewiesen. Ich konnte in die nächste Instanz gegen, aber das hätte bei mir weitere 25.000 Euro gekostet, die ich nicht hatte. Die Bank nahm auch sofort nach der Urteilsverkündigung ihre Zwangsmaßnahmen wieder auf.

Und so wird man dann auch von den selbst ernannten Insolvenz-Beratern  zur Kasse gebeten und jeder sagt, dass der jeweils andere ein Bxxxxxxxx sei. Nach ein paar Wochen der Recherche und der erhaltenen Lösungsvorschläge wusste ich überhaupt nicht mehr, wem ich noch trauen konnte.

Ich erhielt nun täglich Anrufe von Insolvenz-Beratern und auf Insolvenzen spezialisierten Rechtsanwälten und Kooperationspartnern von Rechtsanwälten. Hier gibt es nämlich eine Art Empfehlungsnetzwerk, wo dann der Anwalt noch mal 1000 Euro für jeden Kunden bekommt, der zu einer überteuerten Insolvenz-Agentur geschickt wird. Man sieht daran auch wieder, dass der Rechtsanwalt an sich auch nicht unbedingt der beste Ratgeber sein muss.

Insolvenz in Österreich, Insolvenz in England, Insolvenz in Spanien, Insolvenz in Frankreich, Privatinsolvenz-Alternativen zu Deutschland gab es reichlich. Jeder Berater hatte seine Lösung und machte entsprechend die Insolvenz im anderen Land schlecht. Insolvenz im Ausland ist im Internet ein Riesen-Thema, weil die deutschen  Gesetze (auch nach der Novellierung zum Januar 2013), den insolventen Bürger noch immer wie einen Straftäter behandelt, der mit Geld nicht umgehen kann und deshalb bis zu sechs Jahre unter Aufsicht gestellt werden muss.

Dass es ganz andere Gründe geben kann, warum jemand gezwungen ist den Schritt in die Insolvenz zu gehen, wird im deutschen Recht schlicht ignoriert.

Dass auch Betrugsopfer die Chance für einen Neustart bekommen sollten - und nicht nur die Straftäter selber, hat hierzulande keiner verstanden. Resozialisierung  findet hier für die Täter statt, die Opfer vergisst man und tritt sie noch zusätzlich. Staatliche Gerichtsvollzieher als Helfer der mafia-ähnlichen Banden, das ist schon sehr hart. 

Erstaunt war ich jedoch immer, wie leicht man das Thema Insolvenz nahm: "Alles kein Problem" hörte ich ständig. Man müsse nur das und das machen, dann wäre man in 12 Monaten oder in 18 Monaten schuldenfrei. Alles ganz leicht. Vertrauen Sie uns.

Ich habe nicht mehr vertraut. Das alles erinnerte mich viel zu sehr an die Fälle, in denen man mich vorher betrogen hatte. Deshalb habe ich mir viel Wissen angeeignet, habe auch die Netzwerke in dieser Dienstleistung verstanden und so kapiert, warum manches so im Netz verbreitet wird und der mögliche Kunde zunächst verunsichert werden muss, damit ihm dann sehr kostenpflichtig geholfen werden kann.

Ich nahm dann doch die Dienste einer Firma in Anspruch, die ich in Frankfurt getroffen hatte. Zahlte wieder Geld im voraus und hielt mich an das, was man  empfahl. Doch auch das ging schief, denn ich fand später heraus, dass diese Leute ihre Firma bereits aufgelöst hatten, nachdem sie mit  Insolvenzen Deutscher im Ausland mehrere hunderttausend Euro schwarz eingenommen hatten.

Der Boden war wohl zu heiß geworden, denn die "leichten Rezepte" wurden immer gefährlicher.

Also war ich auf mich allein gestellt und ich habe dann doch vieles anders gemacht, als es empfohlen worden war und war gerade deshalb final erfolgreich. Ich erfüllte nämlich nicht die inzwischen auch bei den Insolvenz-Gerichten bekannten Verhaltensmuster der Insolvenz-Agenturen und hatte so wesentlich weniger Probleme, als die typischen Insolvenz-Touristen.

Heute sage ich: Vorsicht vor Insolvenz-Agenturen, denn die wollen auch nur abkassieren und denen ist es völlig egal, was aus Euch wird. Manche von denen wiegen Euch in falscher Sicherheit und sind im Bestreben, Euch die Insolvenzvorbereitung zu vereinfachen, auch auf für Euch ganz gefährlichen Pfaden unterwegs.

Ich habe einige Insolvenzler kennengelernt und war doch sehr erstaunt, was da alles unternommen wurde, um bestimmte für die Insolvenzanmeldung notwendigen Voraussetzungen zu "simulieren".

Und dennoch kann jeder das Europäische Recht für sich allein nutzen und so den Neustart bekommen, den er verdient. Kann aufhören, sich Sorgen machen zu müssen und nach der Niederlage, ein Betrugsopfer geworden zu sein, wieder frisch durchstarten und sein Leben zurück bekommen.

Aber das braucht mehr Zeit, als die windigen Verkäufer der Insolvenz-Agenturen einem weismachen wollen und es bedarf auch etwas Kraftanstrengungen und Geld. Unter Umständen braucht man einen Sponsor aus der Familie, der einspringen und helfen kann.

Heute kann ich anderen helfen, Ihr Leben zurückzubekommen. Ich habe das alles erlebt, ich habe die Erfahrung. Und ich bin bereit dazu, das Wissen zu teilen. Wer mehr dazu wissen möchte, kann über das Forum per PM mit mir Kontakt aufnehmen.

Marcel
« Letzte Änderung: 04. April 2013, 15:39:08 von Marcel »

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Re: Insolvenz als Neustart
« Antwort #1 am: 05. November 2013, 12:58:22 »
Nur zur Vervollständigung: Seit Anfang November 2013 bin ich nun durch mit Allem.  :D

Es war einfacher als gedacht - und viel einfacher als in diesem Unrechtsstaat Deutschland.

Das bedeutet einen kompletten Neustart von 0. Ohne Vermögen, aber immerhin auch ohne Schulden und Verfol

Nach 11 Jahren Kampf, juristischen Frechheiten, Pfändungen, Sonderzinsen, Gebühren ohne Ende, kaltschnäuzigen Bankern, Gerichtsvollziehern, Durchsuchungsbefehlen bei uns im Auftrag der Bxxxxxxxx, jeglicher staatlicher Unterstützung für Banken und Bxxxxxxxx, keinerlei Unterstützung für mich und meine Familie, meinen Sohn, der sein Heim verlor und so weiter.

Menschenrechte und "die Würde des Menschen" wurden in Deutschland in einer Weise mit Füßen getreten, dass es beschämt. Das Opfer verhöhnt, die Täter geschützt.

Es ist alles gespeichert -  für immer. Dieser Staat hat für mich so dermaßen gegen sein eigenes Recht verstoßen, dass ich dieser Institution nie wieder vertrauen werde. Auch jeder Versuch, andere vor den möglichen Folgen eines Schrottimmobiliengeschäfts zu warnen, wurde mit Hilfe der Gesetze Deutschlands immer wieder verhindert. Denn die Bxxxxxxxx haben mehr Rechte, als die Opfer.

Egal, ich bin nun durch damit und wenn jemand Hilfe braucht, auch das Tal der Tränen zu verlassen, dann möge er sich melden.

Marcel